Dr. holger Löhrer
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Hörstörungen - Neugeborene

Neugeborenen Hörscreening

Bereits wenige Tage nach der Geburt ist eine Hördiagnostik möglich. In meiner Praxis stehen verschiedene Verfahren zur Hördiagnostik beim Neugeborenen oder Säugling zur Verfügung:

1. Otoakustische Emissionen:

Mit dieser Methode kann die Funktionstüchtigkeit der äußeren Hörzellen (der sog. äußeren Haarzellen, Typ II – Ganglienzellen) in der Hörschnecke in den verschiedenen Hörfrequenzen bis 5 KHz überprüft werden.  Die Untersuchung dauert wenige Minuten und erfolgt über einen kleinen Ohrstecker wie auf der Abbildung erkennbar. Wenn unsere lieben Kleinen nicht so mitmachen wie gewünscht, kann diese Untersuchung auch im Schlaf durchgeführt werden, d.h. eine spontane Vorstellung in der Praxis (z.B. wenn Ihr Kind beim Einkaufen in der Stadt im Kinderwagen eingeschlafen ist) ist sinnvoll, wenn bei der Erstvorstellung keine sichere Messung möglich war.

2. Berascreening:

Ein weiteres Verfahren ist  das sog. Berafonscreening, welches mit einem Kopfhörer durchgeführt wird (vorteilhaft, wenn ein Stecker nicht akzeptiert wird oder eine Verengung des  Gehörganges vorliegt). Die Screening BERA gibt Informationen über die mehr zentral liegenden Anteile der Hörbahn (Nucleus cochlearis, oberer Olivenkomplex, Lemniscus lateralis, Colliculus inferior). Auch diese Untersuchung ist sowohl im Wachzustand als auch im Spontanschlaf möglich. Die Abbildung zeigt eine solche Untersuchung.

3. Impedanzmessung (akustischer Widerstand des Trommelfells):

Diese beinhaltet eine Tympanometrie und Stapediusreflexmessung und ist eine wichtige Messmethode zur Beurteilung der Mittelohrbelüftungssituation oder eines Mittelohrprozesses (z.B. Paukenerguss).
Die Impedanzmessung gehört grundsätzlich, ebenso wie eine ohrmikroskopische Untersuchung, an den Anfang jeder Hördiagnostik. Für die Früherkennung einer Hörstörung oder einer Hörschwellendiagnostik ist diese Methode jedoch nicht ausreichend.