Dr. holger Löhrer
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Unsere aktuellen Vorsorgeuntersuchungen

Der Kehlkopfkrebs zählt in Deutschland zu den häufigsten bösartigen Tumoren im Kopf- Hals- Bereich.

Ursachen und Risikofaktoren

Kehlkopfkrebs

Der Kehlkopfkrebs zählt mit einer jährlichen Häufigkeit von 8 (Männern) bzw. 0,6 (Frauen) je 100000 Einwohner  in Deutschland zu den häufigsten bösartigen Tumoren im Kopf- Hals- Bereich.

Der  Altersgipfel  der Patienten liegt zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr. Es fällt in den letzten Jahren auf, dass die Anzahl jüngerer Patienten zunimmt, insbesondere der Anteil der jüngeren Raucherinnen ist mittlerweile stark angestiegen.

Kehlkopfkrebs ist ein bösartiger und metastasierender Tumor (meist sogenannte Plattenepithelkarzinome), wobei bei der Erstdiagnose bereits in 30- 70 % der Fälle regionale Metastasen (Absiedelungen) in den Lymphknoten des Halses zu finden sind. Diese Patienten haben aber bereits ein oder mehrere Symptome wie:

-         Heiserkeit

-         Druckgefühl im Halsbereich

-         Schluckprobleme

-         Schwellungen der Halslymphknoten

 

Kehlkopfkarzinom rechte Stimmlippe

 

Die Therapie und die Prognose sind  abhängig vom Tumorstadium, d.h. wie frühzeitig der Krebs erkannt wird und wie weit ausgedehnt der Tumor ist. Bei kleinen Stimmlippenkarzinomen erreicht man durch eine adäquate Therapie eine sog. „5- Jahres – Überlebensrate“ von über 90%. Bei größeren Tumore teilweise nur noch 50%.

Ursachen und Risikofaktoren

-         Rauchen (insbesondere in Kombination mit Alkohol erhöht sich das Risiko noch einmal)

-         Kehlkopfkrebs oder verwandte Krebsarten in der Familie

-         Chronische Kehlkopfentzündungen oder Heiserkeiten, z.B. auch Refluxerkrankung

-         Dauerhaft eingeatmete Substanzen wie z.B. Teerstoffe, Holzstäube oder halogenierte Kohlenwasserstoffe

Chronische Kehlkopfentzündung beidseits

 

Sinn der Vorsorgeuntersuchung

1. Vorsoge heißt nicht notwendigerweise „Schadensbegrenzung“. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Sie nach der Kehlkopfvorsorgeuntersuchung keinen beunruhigenden Befund mitgeteilt bekommen. Sie können aber nach dem Untersuchungsgespräch sicher Ihr persönliches Risikoprofil besser einschätzen und ggf. auch einige Veränderungen im Alltag umsetzen.

2. Insbesondere die Ursachen chronischer Kehlkopfentzündungen und wiederkehrender Heiserkeiten sind behandelbar

Normaler Kehlkopf, reizlose Schleimhäute

 

3. Sollte dennoch ein auffälliger Untersuchungsbefund auftreten so gilt:

Je früher ein Kehlkopftumor erkannt wird und je kleiner dieser zum Diagnosezeitpunkt ist, um so besser sind die Aussichten, die Erkrankung unter Erhalt des Kehlkopfes und der Stimme zur Ausheilung zu bringen

Untersuchung

Eine moderne fachärztliche Untersuchung

des Kehlkopfes beinhaltet neben dem HNO- ärztlichen Spiegelbefund der Mundhöhle und des Rachens folgende Untersuchungsverfahren:

- Videoendoskopie  mit Stroboskopie: Hierbei wird der gesamte Kehlkopf und die obere Luftröhre vergrößert dargestellt. Die Kehlkopfanatomie ist somit sehr gut beurteilbar. Zudem wird mit einem speziellen  Stroboskopielicht die Schleimhautbeweglichkeit der Stimmbänder geprüft. So kann eine einfache Entzündung von einem tiefer ins Gewebe reichenden Prozess (z.B. Tumor) unterschieden werden. Alle Bilder werden digital aufgezeichnet um bei einer Kontrolluntersuchung vergleichen zu können.

Untersuchungssituation

 

- Sonographie der Halsweichteile: Ein Ultraschall des Halses dient dem Ausschluss von Lymphknoten im Halsbereich. Zudem werden angrenzende Strukturen wie der Mundboden, der Zungengrund und die Speicheldrüsen mit beurteilt.


Ultraschall des Halses, Normalbefund

 

Donnerstag, 04. Juni 2009 11:33 Alter: 9 yrs